Initiative “Stolpersteine in Karben”
Initiativen-Kalender: 2019 + 2018
Zur Transparenz der Abläufe innerhalb der Initiative  sind hier in zeitlicher Folge die einzelnen Aktivitäten aufgelistet für
10. November 2019, 19 Uhr, St. Michaelis Kirche, Klein-Karben Gedenkstunde an die „Reichskristallnacht 1938“ Frische Luft zum Atmen, Sonnenstrahlen auf dem Gesicht, Regen auf der Haut - zwei Jahre lang erlebt Anne Frank nichts davon. Ihren letzten Geburtstag (den 15.) verbringt sie nach der Flucht aus Frankfurt versteckt und eingepfercht in Amsterdam… In diesem Jahr wäre Anne Frank 90 Jahre alt geworden, doch sie wurde von den Nazis ermordet. Ihr Leben, Tod und Tagebuch stehen symbolisch für die Gefahren von Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus. In den vergangenen Wochen hat sich die junge Theatergruppe der St. Michaelis Gemeinde in Klein Karben intensiv mit dem Schicksal von Anne Frank beschäftigt und hat im Rahmen des diesjährigen Gedenkens an die „Reichskristallnacht“ 1938 einige Passagen aus Anne Franks Tagebuch vortragen. Veranstalter waren die Ev. Kirchengemeinde Klein-Karben und die Initiative Stolpersteine in Karben. „Wetterauer Zeitung“: Sie haben gefühlvoll an ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte erinnert (von links): Michelle Lieb, Charlotte Reminder, Lilli Mager, Theresa Henke, Marike Eichwede, Janika Nass, Pia Terwersch Presseberichte >hier 10. September 2019 >Der Antisemitismus-Report< im Ev. Gemeindehaus in Groß-Karben: Am Dienstag, 10. September um 19 Uhr, zeigte die Initiative >Stolpersteine in Karben< die Dokumentation "Der Antisemitismus-Report" im Evangelischen Gemeindehaus in Groß-Karben, den der Hessische Rundfunk für „Das Erste“ gedreht hat. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtete am 14.5.19 dass es im Jahr 2018 in Deutschland  - 80 Jahre nach dem Novemberpogrom der Nazis gegen Juden -  1799 judenfeindliche Straftaten gab, etwa 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Zum Großteil sollen die Taten von Rechtsextremisten begangen worden sein. In einer Produktion des Hessischen Rundfunks untersucht Filmautor Adrian Oeser aktuellen Antisemitismus in Deutschland. Er spricht mit Fachleuten und Betroffenen, besucht rechtsextreme Versammlungen, antiisraelische Veranstaltungen und Präventionsprojekte. Eine exklusive repräsentative Umfrage mit überraschenden Ergebnissen lotet die Haltung der Bevölkerung aus. Auch eine jüdische Familie in Frankfurt am Main besucht der Filmautor, in der es nicht anders zugeht als in den meisten anderen deutschen Familien. "Wir leben nicht koscher", sagt die Mutter, "wir essen alles, was uns schmeckt." Die drei Kinder berichten, dass sich die Stimmung aber sofort dreht, wenn im Alltag deutlich wird, dass sie Juden sind... Im Anschluss an den Film diskutierte Deborah Krieg, stellvertretende Direktorin der Bildungsstätte Anne Frank, die für den verhinderten Tom Uhlig gekommen war, mit den Veranstaltungsteilnehmern über den Inhalt der Dokumentation.      „Es werde immer noch unterschätzt, wie tief Antisemitismus in sozialen Strukturen, in Gedanken und Gefühlen in Deutschland verankert seien“, sagte sie, „und die Verrohung der politischen Debatte habe inzwischen dazu geführt, dass latente Ressentiments aufbrächen. Antisemitische Einstellungen im Internet, insbesondere in den sozialen Medien, werden inzwischen immer unverhohlener geäußert“. Diskutiert wurden die unterschiedlichen Formen des Antisemitismus, vom Antijudaismus über Leugnung des Holocaust bis zum israelbezogen Antisemitismus. „Wenn Antisemitismus erkennbar wird, sollte man nicht schweigen“ appelierte die Referentin und zitierte den Baptistenpastor und Bürgerrechtler Martin Luther King: „Am Ende werden wir uns nicht an die Worte unserer Feinde erinnern sondern an das Schweigen unserer Freunde!“ Die Veranstaltung wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie von der Hessischen Landesregierung und dem Wetteraukreis gefördert. Presseberichte >hier 5. Mai 2019 Vortrag im Karbener Landwirtschafts- und Heimatmuseum: Auf Einladung des Landwirtschafts- und Heimatmuseum im Degenfeldschen Schloss in Groß-Karben referierte Hartmut Polzer am Sonntag, 5. Mai 2019, über das 1920 begonnene Poesie-Album von Beate Grünebaum (Foto rechts), einer jungen Jüdin, die 1910 in Groß-Karben geboren ist. Die fast 40 Eintragungen stammen überwiegend von Mitschülerinnen, aber auch von jüdischen Verwandten. Im Anschluss an die Veranstaltung haben viele Teilnehmer im 1. Stock des Museums das große Luftbild von Groß-Karben besichtigt, auf dem die Wohnhäuser jüdischer Familien mit Beschreibung der einzelnen Familien verzeichnet sind (Ausschnitt mit Beate Grünebaum: Bild rechts): Presseberichte >hier 16. November 2018: Die Dokumentation „Reichskristallnacht“ in Groß-Karben wird in der Aula der Kurt-Schumacher- Schule gezeigt.   Auf der Grundlage der Ausstellung werden je nach Jahrgangsklasse die Schwerpunkte „Pogrom in Karben“ und „KZ Buchenwald“ behandelt. Presseberichte >hier 10. November 2018 in der St. Michaeliskirche in Klein Karben: Gedenken an „Reichskristallnacht“ in Groß-Karben Mit einer Gedenkstunde am 10. November um 19 Uhr in der St. Michaelis Kirche in Klein Karben erinnerte die >Initiative Stolpersteine in Karben< gemeinsam mit der Evangelischen Kirchengemeinde Klein-Karben an die Ausschreitungen in Groß- Karben.   Unter dem Titel:                „Moritz Roß, ein Groß-Kärber Bub -              Briefe, die nicht geschrieben wurden“ wurde in Form von Briefen, die Moritz Roß geschrieben haben könnte, die Situation der Juden in der Zeit vor, bei und nach den Novemberausschreitungen in Groß-Karben in Erinnerung gerufen. Auch   wenn   es   nur   ein   „Kunstgriff“   ist   und   die   Briefe   nicht   von   Moritz   Roß   verfasst   worden    sind, entspricht    der    Inhalt    der    Briefe    den    tatsächlichen    Ereignissen    in    Groß-Karben    und    ist    durch Polizeiprotokolle    und    Berichte    von    Zeitzeugen    sowie    Archivunterlagen    der    Staatsarchiven    in Wiesbaden, Darmstadt und Weimar belegt. Mehr zu Moritz und Klara Roß >hier Musikalisch wurde die Veranstaltung begleitet von Lydia Blum (Violoncello) und Hannah Laus (Violine). Sie spielten Werke von F. Mendelssohn, J.S.Bach und auch Jüdische Lieder. Im Anschluss an die Gedenkfeier in der St. Michaelis Kirche nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit zu einem Gedankenaustausch im Evangelischen Gemeindehaus. Presseberichte >hier 1. November 2018, 17 Uhr: Eröffnung der Ausstellung >Vor 80 Jahren - „Reichskristallnacht“ in Groß-Karben< im Foyer des Karbener Bürgerzentrums Am 10. November 2018 jährt sich zum 80. Mal die sogenannte „Reichskristallnacht“. Dieser Novemberpogrom im Jahr 1938 war der von den Nationalsozialisten verordnete und lückenlos geplante Übergang von der Diskriminierung und Ausgrenzung zur systematischen Verfolgung und Vernichtung der Juden. Auch in Groß-Karben wurde die Synagoge geschändet und niedergebrannt. Geschäfte und Wohnungen jüdischer Bürgerinnen und Bürger wurden geplündert und zerstört, Familienväter in das KZ Buchenwald verschleppt. Eine Dokumentation, die sich mit diesem Thema beschäftigt, zeigt die >Initiative Stolpersteine in Karben< vom 1. bis 12. November 2018 im Foyer des Karbener Bürgerzentrums. Inhalt der Dokumentation >hier Grundlage der Darstellung des 10. November 1938 in Groß-Karben sind Polizeiprotokolle sowie Aussagen im Prozess vor der Strafkammer I des Landgerichts Gießen am 22.Januar 1949 wegen Landfriedensbruchs, bei dem die Ausschreitungen in Groß-Karben im Nov. 1938 verhandelt wurden. Eröffnet wurde die Ausstellung im Foyer des Bürgerzentrums am 1. November 2018 um 17 Uhr vom Bürgermeister der Stadt Karben Guido Rahn, der jüdischen Kantorin Leah Frey-Rabine und einem Projektchor der Kurt-Schumacher-Schule unter der Leitung von Veronika Jezovšek. Weitere Fotos:  >>>>hier Berichte der Presse:  >>>>hier Ausstellung und Gedenkstunde wurden vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie von der hessischen Landesregierung und dem Wetteraukreis gefördert: Presseberichte >hier 15. Oktober 2018: Mark Kaback (New Jersey) besuchte Groß-Karben und war auf „Spurensuche“: Sein Großvater Moritz Kahn (später Morris Kahn) wohnte in der Burg-Gräfenröder Straße 20 und war der Sohn von Karl und Johanna Kahn. Dass Foto zeigt Mark Kaback am Grab seiner Urgroßeltern auf dem Jüdischen Friedhof in Groß-Karben.
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